Meine Stimmtherapie bei Stimmkontor Hannover
Bei einer meiner letzten vielen Operationen wurde mir zu allem Übel auch noch eines meiner Stimmbänder beschädigt. Und eine der wenigen Dinge, die mir nach den Rücken-OP`s noch verblieben sind – der Spaß und die Freude am Singen – waren dadurch mehr als beeinflußt. Ich hatte nur noch ein sehr begrenztes Tonspektrum, in dem ich mich bewegen konnte, eine belegte Stimme, räusperte mich ständig. Bei einer Fortbildung lernte ich das bewundernswerte Können von Michael Helbing kennen. Nach einem Gespräch stand für mich fest: Wenn Dir noch einer helfen kann, dann ER.
Endlich konnte ich meine HNO-Ärztin überreden, mir eine Therapie zu verschreiben und konnte 2021 starten. Seit 2009, nach mittlerweile unzähligen, vor allem auch schmerzhaften Therapien, die ich bis heute hinter mir hatte, kann ich nur sagen:
Das war die schönste, wirkungsvollste und vor allem auch am meisten Spaß-machende Therapie, die ich je erhalten habe.
Danke Michael Helbing, „meinem Therapeuten“ und Danke an das Team für die gute Betreuung, das Verständnis und die Motivation: Da geht doch noch was. Und das hat der Michael Helbing aus mir herausgekitzelt. Und jetzt kann ich auch wieder mit Spaß und Freude Singen und Musizieren.
Aber vor allem: Ich räuspere nicht mehr, ich habe (als Raucherin) gelernt keinen Reizhusten mehr zu haben, meine Stimme ist kaum noch belegt. Ich habe gelernt, dass man beim Singen „blöd“ aussehen und eine Schnute ziehen muss. Dass die Zungenspitze möglichst an den Zähnen liegen sollte (… schade, dass man das nicht früher gelernt hat), um den Mundbereich als Resonanzkörper zu nutzen. Man muß ja erst mal wieder lernen – beim Training der Mund- und Kiefermuskulatur – überhaupt Kaubewegungen oder bewusstes Gähnen und Seufzer zu machen.
Durch die verschiedensten Atemübungen – beispielsweise wird geübt, beim Atmen das Zwerchfell mehr einzusetzen oder Sprechen und Atmen besser aufeinander abzustimmen. Durch Blubbern, Aufwärmen und Atemübungen locker, leicht, beschwingt ein Atemvolumen zu erhalten, von dem ich früher geträumt habe (obwohl ich ganz schön Puste hatte). Schwer begeistert haben mich die Übungen der verschiedensten Wort-/Ton-Übungen – wie oft mußte ich meinen Mund festhalten, die Zunge zu koordinieren, um die Laute „sauber heraus zu bekommen“. Ich habe gelernt, mich so locker zu entspannen, dass die Töne von alleine – ohne Kraftanstrengung – kommen. Ich komme wieder in für mich ungeahnte Höhen, ohne Angst zu haben, dass es wieder knarrt und nichts mehr herauskommt. Ja, da ging noch was. Und nach einem halben Jahr kann ich nur sagen: Da geht noch eine ganze Menge.
Und Danke, Christian, dass Du so von meinen roten Rosen berührt warst.
Danke für diese gute Zeit. Bleibt so, wie Ihr seid. Und ich freue mich für jeden Patienten, der die Chance hat, bei Euch behandelt und betreut werden zu dürfen.
Ich habe es genossen.
Herzliche Grüße
Andrea