Wer niemals dem stimmlosen „t“ und „sch“ ballwerfend nachgelauscht, wer nie ww (ohne „e“) und „wo“ und „wot“ hingebungsvoll mit dem Ball in den Raum geworfen hat, der wird kaum ermessen können, wie viel Freude so ein Stimmtraining mit Herrn Helbing macht. Immer wieder erwartete man, ihn sagen zu hören, „mein Gott, jetzt hat sie’s“. Aber so freundlich und humorvoll er ist, auch das „w“ und „wot“ wird nicht so einfach beherrscht und musste im Zweifelsfall wiederholt werden.
Wir haben viel gelernt in diesen kurzweiligen Stunden. Z. B. dass und wie wir sorgsam mit unserer Stimme sein können und dass der Körper mitspricht. Ist der verspannt und unbeweglich, kann auch die Stimme sich nicht entfalten. So übten wir uns wach und locker machen, spielten beim Sprechen das wogende Wallen der Wellen, das Hermann Hesse im Gedicht formuliert, und begannen schon nach kurzer Zeit unserer Stimme freundlicher zu begegnen.
Die Kombination aus fundiertem Hintergrundwissen und praktischer Sprech- und Körperarbeit ist überaus effektiv und kurzweilig. In der Arbeit mit Einzelnen ist Herr Helbing noch ganz individuell auf verschiedenste Sprechdefizite eingegangen und hat hilfreiche Tipps gegeben, die alle gemeinsam ausprobieren konnten.
Dass Singen nicht nur Freude macht, sondern auch die Stimme schult, konnten wir zum Abschluss erfahren.